Lavendel / Lavendula officinalis

Ursprünglich in Frankreich und im westlichen Mittelmeerraum heimisch, wird der Lavendel wegen seines ätherischen Öles heute weltweit angebaut, sogar bis hinauf nach Norwegen als Gartenpflanze kultiviert und hat sich so entsprechend verbreitet. Er ist ein  niedriger Strauch, der einen sehr starken duft verströmt. Seine kleinen, schmalen, lanzettlichen Blättchen sind eher weißfilzig mit zunehmendem Alter kahler und grün. Die langen, nach oben strebenden Blütenstände mit ihren lilafarbenen Blütchen sehen aus wie Ähren. Der echte Lavendel war und ist eine wichtige Heilpflanze, auch wenn er wegen seines wohlriechenden Duftes besser bekannt ist als für seine therapeutischen Eigenschafen. Vor allem im späten Mittelalter war er als Arznei sehr beliebt. Er half bei Kopfschmerzen, Ohren- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, schmerzenden Gelenken, Verbrennungen und Sonnenbrand. Er gehörte zu den Heilpflanzebn, die schon 1620 mit den ersten Siedlern in die "neue Welt" kamen. Hauptsächlich wurde und wird das äherische Öl verwandt. Es gilt als kaum toxisch und hat eine gute antiseptische und antibakterielle Wirkung. Die voll aufgeblüten Blüten werden getrocknet. Man kann sie zu entspannenden Teemischungen geben. Das ätherische Öl des Lavendels hilft gut zum direkten Einreiben bei Insekenstichen, aber mit Speiseöl gemischt auch als Insektenabwehrmittel, wenn man sich im Sommer die unbedeckten Körperstellen damit einreibt, bevor man nach draußen geht.  Einige Tropfen ätherisches Öl vorsichtig auf die Schläfen gerieben, soll gegewn Kopfschmerzen helfen. (Vorsicht aber, bitte nicht in Augen oder Schleimhäute reiben!)Ursprünglich in Frankreich und im westlichen Mittelmeerraum heimisch, wird der Lavendel wegen seines ätherischen Öles heute weltweit angebaut, sogar bis hinauf nach Norwegen als Gartenpflanze kultiviert und hat sich so entsprechend verbreitet. Er ist ein  niedriger Strauch, der einen sehr starken duft verströmt. Seine kleinen, schmalen, lanzettlichen Blättchen sind eher weißfilzig mit zunehmendem Alter kahler und grün. Die langen, nach oben strebenden Blütenstände mit ihren lilafarbenen Blütchen sehen aus wie Ähren. Der echte Lavendel war und ist eine wichtige Heilpflanze, auch wenn er wegen seines wohlriechenden Duftes besser bekannt ist als für seine therapeutischen Eigenschafen. Vor allem im späten Mittelalter war er als Arznei sehr beliebt. Er half bei Kopfschmerzen, Ohren- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, schmerzenden Gelenken, Verbrennungen und Sonnenbrand. Er gehörte zu den Heilpflanzen, die schon 1620 mit den ersten Siedlern in die "neue Welt" kamen. Hauptsächlich wurde und wird das äherische Öl verwandt. Es gilt als kaum toxisch und hat eine gute antiseptische und antibakterielle Wirkung. Die voll aufgeblüten Blüten werden getrocknet. Man kann sie zu entspannenden Teemischungen geben. Das ätherische Öl des Lavendels hilft gut zum direkten Einreiben bei Insekenstichen, aber mit Speiseöl gemischt auch als Insektenabwehrmittel, wenn man sich im Sommer die unbedeckten Körperstellen damit einreibt, bevor man nach draußen geht.  Einige Tropfen ätherisches Öl vorsichtig auf die Schläfen gerieben, soll gegewn Kopfschmerzen helfen. (Vorsicht aber, bitte nicht in Augen oder Schleimhäute reiben!)

Waldmeister / Galium odoratum

Man findet Ihn oft zu Hauf in schattigen Mischwäldern oder Buchenwäldern mit humoser, lockerer und feuchter Erde. Die dünnen, vierkantigen Stengel des Waldmeisters sind unverzweigt und tragen 6-8 quirlständig angeordnete, länglich zugespitzte Blätter. Diese sind am Blattrand sehr rauh, als wären Sie hauchfein gezähnt. Stengel und Blätter fühlen sich sehr hart an. Wenn der Waldmeister blüht, zeigt er kleine weiße 4-lappige, trichterförmige Blütenkronen. Der Geruch des Waldmeisters ist übrigens unverkennbar! Nicht nur in der Küche fand der Waldmeister wegen seines unwiederstehlichen Duftes Verwendung. Man nutzte ihn bei Schlafstörungen und Leibbeschwerden und auch bei Venenleiden. Er wirkt entzündungshemmend, antiödematös, gefäßstabilisierend, krampflösend und beruhigend. Die beliebteste Variante den Waldmeister zu geniessen ist wohl in Form einer Maibowle. Ich persönlich bereite mir im Mai immer gerne aus der frischen Pflanze einen "Waldmeisterzucker", mit dem man nicht nur Süssspeisen und Getränke verfeinern kann. Ich liebe den Waldmeistergeschmack vor allem über frischen Erdbeeren oder im Pfannkuchenteig. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Man beachte bitte jedoch, dass man den Waldmeister, in welcher Form auch immer man ihn zu sich nehmen möchte, nur in geringen Dosen verspeist! Die Cumarine, die zwar herrlich duften, können bei übermässigem Genuss zu Kopfschmerzen bis hin zu Übelkeit, Erbrechen und Schwindel führen!!!

Schafgarbe / Achillea millefolium

Ursprünglich in Europa und Westasien heimisch, findet man die Schafgarbe heute fast überall in den gemäßigten Breiten an Wegrändern, auf Wiesen und Weiden. Von Anfang April bis Ende Juni spriessen die fein gefiederten Blätter, die Schafgarbenwedel, direkt aus dem Boden. Dann wächst langsam der Stengel aus der Mitte der Wedel, der später die Blüte trägt. Auch an diesem Stengel sind die feinen Wedelchen zu sehen. Die zahlreichen weißen bis rosa Blütenköpfchen sind zu einer Doldenrispe angeordnet. Die Schafgarbe verströmt einen aromatisch würzigen Duft. Seinen Namen Achillea soll die Schafgarbe einem berühmten Helden der Grischischen Sage verdanken, Achilles. Die Göttin Aphrodite reichte ihm Schafgarbe und seither galt er als unverwundbar. Im Altertum war die Schafgarbe auch als "Soldatenkraut" bekannt. Mit ihr wurden offene Wunden auf dem Schlachtfeld behandelt. Im Mittelalter nannte man sie auch "Augenbraue der Venus" ob ihrer feinen "Wedelchen". Aber Auch Pfarrer Kneipp schwörte auf die Wirkung der Schafgarbe, sie wirkt appetitanregend und hilft bei krampfartigen Beschwerden im Verdauungstrakt, bei Leber- und Gallebeschwerden, Thromboseneigung, Hämatomen, Migräne, Hämorrhoiden und Neuralgien. Ein echter Tausendsassa. Man beachte aber auch, dass die Schafgarbe nicht nur Blutungen stoppen kann, bei übermäßiger Anwendung kann sich ihre Wirkung auch leicht ins Gegenteil umkehren, was zu Blutungen führen kann. Die frischen Wedelchen im Frühling, bzw. die zarten obersten Wedelchen der reifen blühenden Pflanze und natürlich die Blüten werden getrocknet oder frisch verwendet. Sie passen als Aromageber in Kräuterlikör und geben einen guten Magenbitter ab. Aber auch zum Aufpeppen für Salate, Suppen und Kräutesossen passen Blättchen und Blüten. Einen Tee bereitet man aus Blättern und Blüten. Aber auch unseren Haustieren wie Schafen, Pferden und Rindern kann die Schafgabe unters Futter gegeben werden und hilft so bei Blähungen und Magen-Darm-Störungen. Der Saft aus der frischen Pflanze, reibt man das Fell der Tiere mit der frischen zerdrückten Pflanze ein,  soll Fliegen und vor allem Bremsen vernhalten. Aber auch im kosmetischen Bereich findet sie Anwendung, z.B. soll ein Gesichtsdampfbad mit Schafgabentee bei fettiger und unreiner Haut helfen. 

Spitzwegerich / Plantago lanzeolata

Heimisch in Europa, Asien und Nordafrika wächst der Spitzwegerich auf Fettwiesen, Weiden, Wegrändern, Gärten und auch gerne auf Zierrasen. Spitzwegerich wird bis zu 40 cm hoch. Seine grundständige Blattrosette zeigt lanzettförmige schmale Blätter die deutlich sichtbare, parallel angeordnete Blattnerven zeigen. Die langen Blütenstiele tragen kurze Blütenstände die zuerst kugel-, später walzenförmige, langgestreckte Ähren tragen. Die jungen, zarten Blätter sammelt man von Mai bis Juni. Eine der meist verwendeten Heilpflanzen, deren Geschichte bis in die Antike zurückreicht. Sowohl bei Erkältung, Husten, Schnupfen und Bronchitis half der Spitzwegerich. Auch äußerlich wurden die frischen, zerriebenen Blätter bei Juckreiz und kleinen Infektionen nach Insektenstichen und zur Linderung bei Schwellungen auf die Haut aufgetragen. Auch heute noch werden die getrockneten Blätter des Wegerich als Tee bereitet bei Erkältungsbeschwerden der oberen Atemwege oder auch bei gereizter Magenschleimhaut. Die frischen zerriebenen Blätter sind eine prima erste Hilfe bei Insektenstichen wenn man draußen unterwegs ist, denn sowohl Spitz- als auch Breitwegerich finden sich so ziemlich überall.
Geschmacklich erinnert der Wegerich ein bisschen an Champignongs. Die jungen, frischen Blätter kann man daher gut unter Gemüse und Salate mischen. Sie passen auch gut in Omlett- oder Pfannkuchenteig oder in den Kräuterquark geschnitten. Man kann die frischen Blätter aber auch in Alkohol als Tinktur/Tropfen ausziehen.

Giersch / Aegopodium podagraria

Wenn er einmal da ist, scheint er überall. Der Giersch vermehrt sich schnell durch seine langen, unterirdischen Ausläufer. Man findet ihn im eigenen Garten, auf Wiesen, in Parks und Auwäldern. Die Pflanze kann bis 90 cm hoch werden. Der Blattstiel ist dreieckig. Die Blätter sind doppelt, dreizählig gefiedert, eiförmig zugespitzt und gezähnt. Da es immer 3 Blätter sind, nennt man den Giersch auch Dreiblatt. Die Blütendolde trägt weiße zarte Blütchen. Die Früchte sind etwa 3 mm lang und sehen ein bißchen aus wie Kümmel. (Sie sehen, 3 ist ein spezielles Merkmal dieser Pflanze). Sowohl bei Erkrankungen aus dem rheumatischen Kreis als auch bei Gicht wurde Giersch angewendet. Er wirkt entsäurend, entzündungshemmens, krampflösend, hilft gegen Beschwerden bei Rheuma und Gicht (Podagra ist übrigens der medizinische Name von Gicht in der großen Zehe) Nicht wenige Mütter haben ihre Kinder nach dem Krieg mit Gierschsuppe ernährt. Zum Entschlacken im Frühjahr, zur Stärkung des Organismus. Auch heute noch kann man Giersch essen! Wie schon beschrieben können die Blätter und Blüten getrocknet und zu Tee bereitet werden, man kann sie aber auch frisch in Salate schneiden oder die aromatischen Blüten als Dekoration zum Mitessen verwenden. Man kann die Blätter aber auch als Gemüse zubereitet verzehren.In Suppen, Omletts, in Salaten, im Kräuterquark, als Gemüse oder einfach aufs Butterbrot. Giersch schmeckt übrigens so ein bißchen nach Petersilie mit Möhre. 

Huflattich / Tussilago farfara

Von März bis April sind die goldgelb leuchtenden Blüten des Huflattich auf lehmigen Böden zu finden wie Unkrautflure, Wegränder, nährstoffreiche Steinschuttböden. Das Erste, was der Huflattich von sich im Jahr sehen läßt, sind seine an grünen Spargel erinnernde Stengel mit Schuppenblättern, die an ihrer Unterseite weißfilzig behaart sind. Die Stengel werden gekrönt von einem hellgelben Blütenkopf aus Röhren- und Zungenblüten, der von grünen Hüllblättchen umschlossen ist. Huflattich besitzt durch seine Gerb- und Schleimstoffe eine reizlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Von alters her wußte man um die lindernde Wirkung des Huflattich bei trockenem und reizendem Husten. Er war in vielen natürlichen Hustensäften enthalten. Auch als Beimischung in Hustentees wurde er gerne gebraucht und geschätzt. Auch der Verzehr der Blätter und Blüten war damals gang und gebe. Da der Huflattich zwar schon immer hoch geschätzt wurde, geriet er dennoch in den Hintergrund, da er Pyrrolizidinalkaloide enthält, die möglicherweise die Leber beeinträchtigen könnten. Daher sei der Verzehr dieser Pflanze mit Bedacht gewählt und auf eigene Gefahr! Die Blätter und Blüten wurden getrocknet und als Tee verarbeitet. Frische Blütenköpfchen dienten als Beigabe in Salate oder kleingeschitten auf's Butterbrot gestreut. Die Blattstengel wurden wie Gemüse gekocht, sie schmecken in etwa so wie grüner Spargel. 

Bärlauch / Allium  ursinum

Er liebt nährstoffreiche Böden in feuchten und schattigen Lagen von Misch-, Laub- und Auwäldern und wächst bis in 1000m Höhe. Im März und April, je nach Witterung, findet man die breit lanzettlichen, meist zu zweit grundständig angeordneten Blätter des Bärlauch, der dem Maiglöckchen sehr ähnlich sieht. Vorsicht, Verwechselungsgefahr! Den Bärlauch können Sie einwandfrei daran erkennen, daß seine Blätter stark nach Knoblauch duften und auch so schmecken. Und ausserdem haben im Gegensatz zum Maiglöckchen die Bärlauchblätter ein jedes seinen eigenen Stengel, wobei an einem Maiglöckchenstängel immer zwei Blätter wachsen! Wie man schon anhand des knoblauchartig würzigen Geruch ahnen kann, ist der Bärlauch reich an schwefelhaltigen Verbindungen, wie wir Sie auch im Knoblauch finden. Diese sind jedoch anders zusammengesetzt. Man findet u.A. ätherisches Öl, Saponine, Lauchöle, Allicin, Polysaccharide, Flavonoide und in der frischen Pflanze außerdem jede Menge Vitamin C, und Kalium. Bärlauch hat stark antibakterielle Eigenschaften. Er wirkt sowohl blutdrucksenkend als auch cholesterinsenkend. Gerne wird er auch vorbeugend gegen Gefäßverkalkung eingesetzt. Er wirkt aber auch blutreinigend und entzündungshemmend, ist harntreibend und schleimlösend, regt den Stoffwechsel an und ist so auch gut bei Magen- und Darmträgheit. Kurz und gut, er stärkt uns nach dem langen Winter durch und durch! 

Frauenmantel / Alchemilla vulgaris  

Der Frauenmantel, im Volksmund auch "Sinnau" genannt, einer von vielen Namen dieser wunderbaren Pflanze. Er wächst auf Wiesen, an Bachufern, im Gebüsch oder bei uns im Garten. Es ist eine ausdauernde, bis zu 30 cm hohe krautige Pflanze mit einer grundständigen Rosette aus gelappten Blättern und unauffälligen, in verzweigten Blütenständen angeordneten großen grün-gelben Blüten. Wenn man sich die bis zu Handtellergroßen grünen gezähnten Blätter des Frauenmantels einmal genauer ansieht bzw. befühlt, kann man feststellen, wie samtig weich diese Blätter sind. Morgens bei Sonnenaufgang kann man kleine Tautropfen von den Blättern sammeln die wie kleine Perlen auf den Blättern schimmern. Über dieses Thema wurden schon ganze Bücher über den Frauenmantel verfaßt, so vielseitig nutzbar ist er. In erster Linie - wie auch sein Name schon sagt - ist er gut für vieles in der naturkundlichen Frauenheilkunde. Er legt sich wie ein schützender Mantel um uns Frauen. Ein kleiner Auszug aus seinem breiten Wirkungsspektrum: Menorhagie, Durchfall, zur Vorbeugung von Brustkrebs, Weißfluß, antibakteriell, antientzündlich, bei prämenstruellen Symtomen, in den Wechseljahren, bei hormonell bedingten Verstimmungen, gegen starke Regelschmerzen..... dieses Thema wie gesagt füllt ganze Bücher. Der gute Sinnau half bei aller Frauen Leiden. Von der Förderung der Gebärfreudigkeit bis hin zu starker oder ausbleibender Blutungen, alles eben rund um die Frau gehörte von altersher in die Hände des Sinnau. Vornehmlich wurden die Blätter und blüten getrocknet und als Tee verabreicht, oder die frischen Pflanzenteile in Alkohol ausgezogen und als Tropfen eingenommen. Es war den Frauen stets eine "heilige Pflanze", und bis heute füllen seine guten Eigenschaften ganze Bücher! Auch bei den Alchemisten war der Frauenmantel sehr beliebt, nutzten sie doch die Morgentlichen kleinen Tauperlen in der Mitte der Blätter für ihre Experimente. Gerade diesem Sinnau-Tau wurden heilsame Kräfte zugesprochen. Wie schon beschrieben können die Blätter und Blüten getrocknet und zu Tee bereitet werden, man kann sie aber auch frisch in Salate schneiden oder die aromatischen Blüten als Dekoration zum Mitessen verwenden. Man kann die Blätter aber auch als Gemüse zubereitet verzehren. 

Gänseblümchen /  Bellis perennis

Nahezu überall in unserer Umgebung, auf Wiesen, in Parks, auf Weiden, am Straßenrand streckt das Gänseblümchen seine Blütenköpfchen zur Sonne hin. Gänseblümchen gehören zur Familie der Korbblütler. Am Grund der Pflanze findet man rosettenartig angeordnete, spatelförmige Blätter, Die kahlen, leicht behaarten Stiele enden in einem gelben Blütenköpfchen mit weißen Zungenblüten, die von unten teilweise leicht rot gefärbt sind. Man glaubt es kaum, aber aus Gänseblümchen kann man nicht nur niedliche Kränze flechten, sie haben es auch in sich: Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Vitamin C und A, Saponine und Inulin gehören zu den Inhaltsstoffen. Na bei so einer Liste von wertvollen Inhalten sind Gänseblümchen nicht nur gut für die Blutbildung, sie regen auch den Stoffwechsel an, können äußerlich zur Wundbehandlung angewandt werden und sind auch gut für die ableitenden Harnwege. Früher kam es bei Leberleiden und Hauterkrankungen sowie Atemwegskatarrh gerne zum Einsatz. Getrocknet können die Gänseblümchen als Schmuckbeigabe zu Kräutertees gegeben werden. Die frischen Blüten wurden früher wie Kapern sauer eingelegt. Sie verzieren aber auch prima Frühlingssalate und sind eine lecker gesunde Beigabe auf dem Butterbrot, schon alleine wegen der vielen Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem schmecken die Blütenköpfchen leicht nussig und echt lecker!

Scharbockskraut /   Ranunculus ficaria

Bereits im Februar, wenn die Tage langsam merklich länger werden und der Boden nicht mehr gefroren ist, kann der achtsame Beobachter das erste frische Grün in der Natur erspähen. Vor allem unter Büschen und leicht geschützt, lässt sich die erste Vitaminbombe des Jahres in unseren heimischen Gärten, Wiesen und Wäldern erspähen. Das Scharbockskraut breitet sich wie ein Teppich über dem Boden aus. Eine der Vitamin-C-reichsten Pflanzen im Unterholz, welche, vor der Blüte gepflückt die Lebensgeister weckt und hilft, den Körper von den über Winter angesammelten Schlacken zu befreien. Man sammelt die frischen jungen Blätter. Sie sind zart hellgrün glänzend, herzförmig und lang gestielt und schmecken wie zarter Kopfsalat. Je älter die Blätter werden, um so bitterer und schärfer schmecken sie. Schon unsere Vorfahren nutzten das Scharbockskraut als Vorbeugungs- und Heilmittel gegen den Skorbut (diese Krankheit, basierend auf akutem Vitamin-C-Mangel wurde im Volksmund "Scharbock" genannt; daher wohl auch der eigenwillige Name der Pflanze). Vorsicht bitte, wenn sich die ersten gelben Blüten der Pflanze zeigen! Ab diesem Zeitpunkt enthält das Scharbockskraut den leicht toxischen Wirkstoff Protoanemonin, da es zur Familie der giftigen Hahnenfu0ßgewächse zählt. Die BLättchen schmecken ab diesem Zeitpunkt eher unangenehm scharf! Sie merken schon, der richtige Zeitpunkt ist oft entscheidend darüber, wann ein Kräutlein heilt oder schadet! 

Große Brennnessel/ Urtica dioica

Die Brennessel kommt in den gemäßigen Regionen überall auf der nördlichen Hemisphäre vor. Sie reinigt den Boden auf dem sie wächst und ist gut für Mensch und Garten. Dort ist sie auch oft zu finden, in der Nähe von uns Menschen oder dort, wo wir unsere Überreste hinterlassen haben. Am Waldrand und an Feldrändern, oder einfach im Park. Sie wird bis zu 2,00 m hoch und hat Brennhaare an Stengel und Blättern, die - brechen sie ab - Ameisensäure verströmen die auf die Haut gelangt zu juckreiz und brennen führen. Die Blüte ist unscheinbar, von Mai bis Juli. Die eiförmig zugespitzten Blätter mit leicht herzförmigem Grund sitzen gegenständig an grün bis rötlichem Stengel. Sie sind am Rand grob gesägt. Die Samen, die ab Juli bis in den Herbst hinein geerntet werden können, haben natürlich auch kleinste Brennhärchen! Aus Brennesseln wurde früher Spinat gekocht, sie wurden als Suppe verspeist oder in Eierspeisen verarbeitet. Die Pflanze wurde bei Rheuma, Arthrose, Harnwegsinfektionen, Nierengrieß, allergischem Schnupfen und Heuschnupfen sowie äußerlich bei Bissen und Stichen verwendet. Gerade im Frühjahr zur Körperentschlackung und nach der dunklen kalten Jahreszeit nutzten unsere Vorfahren schon die Kräfte der Brennessel. Sie fördert die Ausscheidung von Harnsäure Nierengrieß und Steine, antirheumatisch, antiarthritisch, entzündungshemmend, adstringierend, schleimverflüssigend, entgiftend, blutaufbauend, haarwuchsfördernd... ein echter Tausendsassa! Die Zubereitung mit Brennessel ist gar vielfältig. Man kann sie als frisch gepressten Saft trinken, frisch von der Pflanze zupfen und in den Mund stecken (nachdem man die Blätter zwischen Daumen und Zeigefinger gerollt hat bis der Pflanzensaft austritt; die Brennhaare sind so zerstört). Die frischen Blätter eignen sich zur Zubereitung von Spinat, Suppen, Sossen, Pfannkuchen, Eierspeisen, in Salaten, als Pesto. Getrocknete Brennesseltriebe als Vorrat für Tee. Für Tiere sind die Samen der Brennessel auch sehr gesund. Für uns Menschen natürlich auch! Küken wurden früher oft mit Brennesselsamen gefüttert und auch die Hennen, um die Legeleistung zu verbessern. Pferden gab man Brennesselsamen zu fressen, sie bekamen dadurch ein prächtig glänzendes Fell. Die Nessel wurde aber auch als Faserstoff und zum Färben von Lebensmitteln genutzt.

Weiße Taubnessel / Lamium album  

Diese Nesselarten lieben feuchte Unkrautflure und Gebüsche aber auch nährstoffreiche Mischwälder und sind in weiten Teilen von Europa und Asien verbreitet. Die weiße Taubnessel hat eher eiförmig spitze Blätter mit tiefer gezähnten Blättern. Die Blüten der Taubnessel sind weiß. Äußerlich angewandt halfen Umschläge der Nesseln gegen Juckreiz und Schwellung der Haut. Getrocknet und als Tee getrunken wurden die Nesseln gegen Bronchitis und bei Katarrh, aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden wurde der Tee getrunken. Blätter und Blüten können frisch oder getrocknet alsTeezubereitung verwendet werden. Die frischen Blüten zieren Desserts oder peppen Salate optisch auf. Junge Blätter und Triebspitzen können auch in Salate oder Kräuterquark beigegeben werden. Die weiße Taubnessel schmeckt wie Brennessel, nur ohne Brennhaare und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, ähnlich der großen Brennnessel.

Goldnessel /  Lamium  galeobdolon

Diese Nesselarten lieben feuchte Unkrautflure und Gebüsche aber auch nährstoffreiche Mischwälder und sind in weiten Teilen von Europa und Asien verbreitet. Die Goldnessel hat eher breitere und nicht ganz so spitz zulaufende Blätter, die wie mit einer weißen Schicht überzogen aussehen. Die Blüten  der Goldnessel, wie der Name schon sagt, sind goldgelb. Die Pflanze wirkt entzündungshemmend, bakterizid, blutstillend und harntreibend sowie verdauungsfördernd. Äußerlich angewandt halfen Umschläge der Nesseln gegen Juckreiz und Schwellung der Haut. Getrocknet und als Tee getrunken wurden die Nesseln gegen Bronchitis und bei Katarrh, aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden wurde der Tee getrunken. Blätter und Blüten können frisch oder getrocknet alsTeezubereitung verwendet werden. Die frischen Blüten zieren Desserts oder peppen Salate optisch auf. Junge Blätter und Triebspitzen können auch in Salate oder Kräuterquark beigegeben werden. Die Goldnessel schmeckt in etwas wie aufgetaute Champignons auf einer TK-Pizza riechen. Hört sich etwas merkwürdig an aber wenn Sie selbst mal ein frisches Blatt gekostet haben, werden Sie den Vergleich bestätigen. 

Rote Taubnessel/  Lamium  purpureum

Diese Nesselarten lieben feuchte Unkrautflure und Gebüsche aber auch nährstoffreiche Mischwälder und sind in weiten Teilen von Europa und Asien verbreitet. Die Nesselarten haben herzförmig zugespitzte Blätter mit gezähntem Rand. Die oberen Blätter der roten Taubnessel, wie der Name ja schon sagt, sind rot gefärbt. Die Blüten  der roten Taubnessel sind natürlich , wie der Name schon vermuten läßt, auch rot. Äußerlich angewandt halfen Umschläge der Nesseln gegen Juckreiz und Schwellung der Haut. Getrocknet und als Tee getrunken wurden die Nesseln gegen Bronchitis und bei Katarrh, aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden wurde der Tee getrunken. Blätter und Blüten können frisch oder getrocknet alsTeezubereitung verwendet werden. Die frischen Blüten zieren Desserts oder peppen Salate optisch auf. Junge Blätter und Triebspitzen können auch in Salate oder Kräuterquark beigegeben werden. Die rote Taubnessel schmeckt wie Brennessel, nur ohne Brennhaare.

Roter Wiesenklee/   Trifolium pratense

In fast ganz Europa vorkommend, wächst der Wiesenklee auf Weiden und Wiesen, Feld- und Straßenrändern, auf Schutthalden und Brachland. Die BLätter des Wiesenklees sind dreizählig angeordnet und eiförmig. Sie sehen aus, als wären sie in der Mitte schon einmal der länge nach gefaltet worden. Der Blattrand ist satt grün, wechselt zur Blattader hin aber in leichtem Muster ins hellgrün. Die dunkelrosa bis roten Blütenköpfe am Ende der leicht behaarten, aufrechten Stengel sehen aus wie kleine runde Kugeln. Schon lange dient der Wiesenklee als nahrhafte und gesunde Futterpflanze für das Vieh. Die Hummeln und Schmetterlinge lieben den süssen Nektar am Grund der BLüten. Doch auch die blutreinigende und heilende Wirkung des Rotklee nutzten unsere Vorfahren bei chronischen Hauterkrankungen und Keuchhusten oder bei Katarrhen der Atemwege. Immer mehr Bedeutung findet der Rotklee nun auch in der Pflanzenheilkunde durch die enthaltenen Phytoöstrogene zur Vorbeugung von hormonell bedingten Krebserkrankungen (Brust, Prostata) und vor allem bei Wechseljahrsbeschwerden der Frau. Hierzu kann man sich einen Tee aus getrockneten Blütenköpfen bereiten. Man kann die Blüten auch Roh in Salate streuen oder unter Gemüse mischen, oder in Pfannkuchenteig ausbacken. Die Blüten schmecken am Grund leicht süsslich, ansonsten wie frischer Salat. 

Kleiner Wiesenknopf / Sanguisorba minor   

In Europa verbreitet wächst der kleine Wiesenknopf auf trockenen Rasenflächen, an Wegrändern und auf Fluren. Die Blätter der Pflanze sitzen unpaarig an einem rötlichen Stengel. Die einzelnen Blättchen werden nur ca. 1 cm lang und sind am Rand sehr stark und gleichmässig gezähnt, die mittlere Blattader der Einzelblättchen ist stark ausgeprägt und so sehen sie aus, als wären sie in der Hälfte einmal gefaltet worden. Die roten Blütenköpfchen am Ende eines roten Stängels sind kugelig geformt und zeigen, wenn sie aufgeblüht sind büschelig behaarte Griffel. Früher nutzte man die Pflanze aufgrund ihres Gerbstoffgehaltes bei Durchfallerkrankungen und auch zur Behandlung bei Blutungen und Wunden. Aufgrund ihres nussigen und würzigen Geschmacks wurde der Wiesenknopf aber auch gerne als Würzkraut genutzt. Wir kennen dieses Küchenkraut auch als Pimpinelle. Man kann die frischen Blätter wunderbar in den Salat zupfen, oder kleingeschnitten für Kräuterquark und Kräuterbutter nutzen. Aber auch in Kräutersuppen oder als Pesto verarbeitet passt er wunderbar. Man kann die ganzen oberirdischen Teile der Pflanze verarbeiten!

Löwenzahn /  Taraxacum officinale

Mittlerweile ist der Löwenzahn weltweit verbreitet. Er wächst auf Äckern, Weiden, Wiesen, auf Unkrautfluren, im Garten, im Park oder am Straßenrand. Wo immer er ein Plätzchen findet, bahnt er sich seinen Weg in Richtung Sonne. Wer kennt Sie nicht die kleinen goldenen Sonnen. Zur Familie der Korbblütler gehörend trägt der Löwenzahn den allseits bekannten Milchsaft in seinem hohlen Stengel. Seine am Boden wie eine Rosette angeordneten Blätter sind länglich und tief eingeschnitten. Die goldenen Blütenköpfe, die von grünen Hüllblättern umgeben sind, öffnen sich nur bei Sonnenschein! Der Löwenzahn hat es in sich: einen relativ hohen Kaliumgehalt in den Blättern und Wurzeln, Inulin, ein mehrfaches an Vitamin C, Phosphor und Magnesium. Des weiteren Bitterstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide, Phytosterole und im Frühling jede Menge Fructose. Der Löwenzahn wurde als eine der ersten frischen Vitamin- und Mineralstoffträger des Frühlings gerne genutzt. Zur Entschlackung des Körpers im Frühling als Salat oder frischer Presssaft genossen als blutreinigendes Mittel. Auch als appetitanregendes und verdauungsförderndes Mittel nutzten unsere Vorfahren schon die Kraft des Löwenzahn. Zur Durchspültherapie bei Harnwegsinfekten, oder aber die Wurzel im Herbst diente damals geröstet als Kaffeeersatz.. Der Milchsaft wurde zum Einreiben gegen Warzen verwendet. Ein besonderer Leckerbissen im Frühling sind die Blütenköpfchen des Löwenzahn. Sie schmecken süß und nach Honig. Aus Ihnen bereitet man Sirup und Gelee, aber auch als Kapern in Essig eingelegt sind Sie sehr delikat. Die jungen Blätter im Frühling eignen sich hervorragend zum Untermischen in Salaten. Man kann Sie aber auch kleingeschnitten in Suppen, Eintöpfen oder einfach aufs Brot gesträut verzehren.
Übrigens, der weiße Milchsaft des Löwenzahn ist ein hervorragendes erste-Hilfe-Mittel gegen Wespen oder Bienenstiche. Im Falle eines Stiches schnellstmöglich den Stachel entfernen und die Eintsichstelle mit dem Löwenzahn-Milchsaft betupfen, der Schmerz wird so schnell gelindert!

Wilde Möhre / Daucus carota 

Als Pionierpflanze besiedelt die Wilde Möhre Wiesen und Wildkräuterfelder und findet sich auch an Dämmen und Wegrändern. Die Pflanze hat einen längsgerillten, behaarten Stengel an denen in unregelmäßigen Abständen Stiele mi zart gefiederten Blättchen abzweigen. Die Blättchen sehen in ihrer Gesamtheit dreieckig spitz zulaufend aus. Die Blütendolde ist erst flach wie ein kleiner Teller ausgebreitet, die einzelnen Blüten sind weiß (So sehen leider auch viele andere Pflanzen aus der Gattung der Doldengewächse aus. Einige davon sind giftig!) Die Wilde Möhre erkennt man eindeutig daran, daß inmitten der weißen Blütendolde eine einzelne dunkelviolett bis schwarze Blüte sitzt. Von weitem könnte man meinen, ein kleines Insekt sitzt auf der Blüte. Wenn die Dolden verblühen, dann ziehen sie sich nestartig zusammen und bilden die Samen aus. Schon Hildegard von Bingen nutzte die Kraft der wilden Möhre als wurmtreibenden und verdauungsstärkenden Tee. Die Wurzeln wurden als Geschmachsträger in Suppen und Eintöpfen mitgekocht (so wie wir das heute noch z.B. mit Petersilienwurzel o.ä. kennen). Die Wurzeln enthalten ätherisches Öl, Carotinoide, Vitamine, Flavonoide, Lycopin, Kalium und andere wertvolle Mineralstoffe. Die frischen Blütendolden kann man in Pfannkuchenteig ftittiert genießen, oder als essbare Deko über Salate streuen. Die jungen Blättchen und Stiele der wilden Möhre schmecken ein bisschen nach Anis mit Petersilie und mann kann sie gut als Würze für Suppen, Eintöpfe oder zum Aufpeppen für aller Speisen nutzen. Die reifen Samen kann man getrocknet als Gewürz verwenden. Die Wurzel im Spätherbst bis Winter ausgegraben, bildet eine aromatische Beigabe in Suppen und Eintöpfen. Da sie aber sehr holzig ist, eignet sie sich nicht zum Verzehr und wird daher nur ausgekocht. Sie schmeckt karottiger und süsser als unsere Garenmöhren.

Taubenkropf Leimkraut / Silene vulgaris

Das Taubenkropf-Leimkruat zählt zu den Pionierpflanzen. Es wächst gerne an sonnigen Standorten wie wilden Wiesen und Äckern, gerne aber auch auf steinigen Böden. Die Pflanze hat einen glatten, aufrechten bis zu 70 cm hohen, blassgrünen Stengel, an dem sich jeweils in Abständen 2 länglich-lineale Blätter von blau-grün-blasser Farbe paarig gegenüberstehen. Die Blätter sind stengelumfassend angeordnet. Jeder Stengel trägt weiße Blüten, deren Blütenkelch wie ein kleiner aufgeblasener Ballon aussieht, daher wohl der Name "Taubenkropf". Die Kronblätter der Blüten sind sehr tief eingeschnitten, aus dem Kelch ragen 3 Griffel. Das Taubenkropf-Leimkraut ist ein hübscher und aussergewöhnlicher Vitaminlieferant im Salat. Die Blüten können als Deko über Salate oder Speisen gegeben werden. Sie schmecken ein bisschen wie junge Erbsen. Die jungen Blätter und Triebe im Frühling können geschnitten in den Kräuterquark oder auf's Butterbrot gegessen werden, die Blüten natürlich auch.

Gundermann / Glechoma hederaceae

Der Gundermann, auch Gundelrebe genannt, wächst auf Wiesen und Weiden, in Parks und Mischwäldern und an Heckenrändern. Die kleinen dungelgrün glänzenden, nierenförmigen Blättchen des Gundermann können bis zu 5 cm Durchmesser erlangen und sind rundlich eingekerbt. Er breitet sich über den Boden kriechend aus und bildet immer wieder neue Wurzeln auf seinem Weg, um sich festzuhalten. Seine hünschen Lippenblüten sind lilafarben und Honigsüss. Man sagt, das Gund im Wörtchen Gundermann im alten Sprachgebrauch "Eiter" bedeutet. Daher sagte man der Pflanze nach, den alten Schleim aus dem Körper zu ziehen. Fest sitzende Atemwegserkrankungen und chronische Bronchialleiden wurden damals mit Hilfe des Gundermann behandelt. Auch wurde er zum Auswaschen von eitrigen Wunden genutzt oder zum Gurgeln bei Hals und Racheninfekten. Wenn man die Blätter des Gundermann zwischen den Fingern zerreibt, entströmt ihnen ein sehr herb-aromatischer Duft der schwer zu beschreiben ist.Fast ein bisschen wie Harz, aber viel aromatischer. So lecker schmecken auch die frischen Blättchen. Man kann sie als Würze Salaten und Suppen beigeben oder auch unter Kräuterquark mischen. Ebenso eignen sich die dekorativen, leicht süsslichen Blüten zum Verzieren und Verzehren. Getrocknet kann der Gundermann in Teemischungen gegeben werden.

Ackerschachtelhalm/ Equisetum arvense  

Evolutionsgeschichtlich ist Schachtelhalm eine primitive Urpflanze, ein Überbleibsel großer Bäume aus dem Paläozoikum-Zeitalter. Heimisch auf der Nordhalbkugel ist der Schachtelhlm eine häufig anzutreffende Pflanze, die nassen, verdichteten Boden anzeigt. Der matt-grüne, kantige, aufrecht strebende Stengel des Schachtelhalms ist innen hohl. Die quirlig um den Stengel angeordneten Ästchen und Seitentriebe stehen wie sparrige Nadeln vom Stengel ab. Die ausdauernde Pflanze wird bis 60 cm hoch. Der Ackerschachtelhalm enthält enorm viel Kieselsäure, Kaliumsalze, aber auch Flavonoide, Phenolsäuren und Alkaloide.  Früher benutzte man den Schachtelhalm zum Polieren von Metall und Holz, da sein Kieselsäuregehalt ihn zum Schleifmittel macht; daher auch sein volkstümlicher Name "Zinnkraut". Aber schon lange nutzte man den harntreibenden und ausleitenden Effekt des Krautes bei Harnwegsinfekten oder rheumatischen Beschwerden. Auch bei zu heftiger Monatsblutung oder Nasenbluten trank man eine Abkochung des Krautes.  Äußerlich benutzte man ihn auch gerne bei schlecht heilenden Wunden, bei Schwellungen oder nach Knochenbrüchen. Man fasst den Schachtelhalm in kleine Bündel zusammen und hängt ihn dann vorsichtig an einem schattigen Ort zum Trocknen auf. Alle braunen Stellen werden vor der Verarbeitung entfernt. Die zerkleinerten und getrockneten Pflanzenteile werden mindestens 15 Minuten in Wasser gekocht, damit sich die Kieselsäure lösen kann. Abgeseiht und mit Zucker oder Honig gesüsst als Tee getrunken. (Der Tee muß unbedingt gesüßt getrunken werden, weil sonst die Kieselsäure nicht vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden kann!)

Schlüsselblume/ Primula veris

Heimisch in Europa und Westasien wächst die Schlüsselblume auf Wiesen und in feuchten Laubwäldern, oft auf Kalkböden. Die Mehrjährige Frühlingsblume wird bis 10 cm hoch und entspringt einer grünen Blattrosette am Boden. Die Blätter sind leicht gekräuselt und länglich eiförmig. Auf den aufrechten Blütenstengeln sitzen im Frühjahr die leuchtendgelben Blütenstände wie kleine Glöckchen. (Aus Naturschutzgründen darf die Pflanze nicht an Wildstandorten gesammelt werden) Früher benutzte man die Schlüsselblume bei festsitzendem Husten aber auch bei rheumatischen Leiden. Sowohl zur Nervenberuhigung als auch harn- und schweißstreibendes Mittel trank man die Abkochung der Schlüsselblume. Unsere Großmütter rührten aus der Schlüsselblume eine Creme die bei Sonnenbrand, Falten und Flecken helfen sollte. Getrocknete Schlüsselblumenblüten eignen sich als Beimischung in Erkältungstees und für Entspannungstees.

Knoblauchsrauke / Alliaria petiolate  

Die Knoblauchsrauke findet man an Waldwegen und Waldrändern ebenso wie auf Wildkräuterfluren mit nährstoffreichem Boden oder unter Hecken am Wegesrand.Die Pflanze macht ihrem Namen alle Ehre, wenn man Ihre jungen Blättchen zwischen den Fingern zerreibt, riecht es nach Knoblauch. Man kann den Knoblauch auch schmecken, wenn man ein Blatt im Mund zerkaut. Die Grundblätter der Knoblauchsrauke sind nierenförmig, je weiter man am aufrechten leicht kantigen Stängel nach oben sieht werden die Blätter größer und auch eher herzförmig dreieckig spitz. Die oberen Blätter sehen ein bißchen aus wie Brennesselblätter, sind aber nicht so stark gezähnt. Im Blütestadium trägt die Knoblauchsrauke zarte weiße Blüten, die nur 4 Blütenblätter haben. Wenn die Knoblauchsrauke Früchte trägt, sieht man deutlich die langen viereckigen Schoten, die bis zu 8 Samen tragen. (Auch die Samen kann man essen. Schmecken ein bißchen wie Würstchen mit Senf) Die Volksheilkunde verwendete damals die Knoblauchsrauke als Wurmmittel, aber auch bei Atemwegserkrankungen und zur Blutreinigung für Frühjahrskuren. Man kann die Knoblauchsrauke sehr gut frisch in Salaten, Suppen oder im Kräuterquark verwenden. Die jungen Samenschoten kann man in Butter dünsten als aromatische Gemüsebeilage. Die Samen selbst kann man als Würze benutzen oder sie vermahlen und zu Senf verarbeiten. Als Tee getrocknet empfiehlt sie sich nicht.
Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, den ganzen Frühling über bei jedem Streifzug durch die Natur eine Handvoll frischer Knoblauchsraukeblättchen gleich vor Ort praktisch - frisch von der Pflanze - zu Essen, quasi für den "kleinen Hunger" zwischendurch. 

Kornelkirsche/  Cornus mas

Die Kornelkirsche ist in Mitteleurope weit verbreitet, wird aber auch bei uns angepflanzt. Man findet sie an Waldrändern, in Parks, lichten Wäldern oder sonnigem Gebüsch am Wegrand. Die Kornelkirsche, auch "Dirndl" genannt, zeigt sich als kleiner Baum oder auch sparriger Strauch it gräulicher Rinde. Je nach Witterung sind es meist die ersten gelben Blütchen im Jahr, die sich schon ab Ende Februar zeigen, wenn rings herum noch alles Kahl ist und noch keine Blätter an den Bäumen sind. Die oval zugespitzten Blätter der Kornelkirschen sind oberseits leicht glänzend und genzrandig, mit ausgeprägter gefiederter Nervatur. Im Herbst zeigen sich die leuchtend roten länglichen Früchte mit einem Stein in ihrer Mitte.  Nach Hildegard von Bingen gilt die Kornelkirschfrucht als megenreinigend und stärkend, sie ist aber auch adstringierend und fiebersenkend. Schon bei unseren Vorfahren war die Kornelkirsche ein beliebtes Wildobst, dass allerlei Verwendung fand. Sowohl bei Durchfallerkrankungen als auch einfach als Leckerei zubereitet in Form von Gelees, Marmeladen, Säften, zum vefeinern von Gebäck, kandiert, als Kompott oder süßsauer eingelegt wie Oliven. So vielseitig war die Kornelkirsche konserviert ein wertvoller Vitaminlieferant für die langen harten Winter in der damaligen Zeit. Die Früchte werden Ende August/Anfang September geerntet, wenn sie richtig rot und reif sind und schon fast vom Baum fallen. Man kann einfach ein Tuch unter einem Kornelkirschbaum ausbreiten und diesen leicht schütteln. Die reifen Früchte fallen dann von alleine auf das Tuch und man braucht sie nur noch aufzuheben. Daher kommt wahrscheinlich auch der volkstümliche Name "Dirndl". Im süddeutschen Raum, als die Frauen noch ihre Tracht das "Dirndl" trugen, ,brauchten diese nur ihre Schürzen zu raffen und sich unter einen Baum stellen und die reifen Früchte in ihrer Schürze aufzufangen. Es macht ein bisschen Mühe, die kleinen Kirschen zu entkernen. Das geschieht am besten mit einem kleinen scharfen Messer. Danach verarbeitet man das Fruchtfleisch zu Marmelade, Gelee, Saft.....


Schwarzer Holunder / Sambucus nigra

Der Holunder gilt als Strauch oder Baum, der bis zu 7 m hoch werden kann. Seine Blätter sind unpaarig gefiedert. Die Rinde des Baumes ist eher rissig warzig von gräulich brauner Farbe. Die Blüten sind in einer Dolde zusammengefasst von cremig-weißer Farbe. Im Herbst hängen an diesen Dolden die leuchtend schwarzen, reifen Beeren.
Der Holunder galt schon bei den Germanen als heiliger Strauch. Später nutzte man hauptsächlich die Blüten und die Frucht. Holunder ist eine Schwellenpflanze laut alten Sagen (Mittler zwischen Erde und Unterwelt) und daher begegneten die Alten und Weisen ihm immer mit höchstem Respekt und Dankbarkeit. Die Rinde z.B. von unten nach oben geschabt wurde als Mittel zur Erzeugung von Brechreiz genutzt. Schabte man jedoch die Rinde von oben nach unten, wurde sie als Mittel zum Abführen genutzt. Der Holunder half und hilft noch heute bei Erkältung, Fieber, Geschwüren, Bronchial- oder Lungeninfekten, Gicht, Rheuma, Kopf-, Zahn- und Ohrenschmerzen. Ein echter Tausendsassa
Die Blüten wirken schweißtreibend, leicht abführend, blutreinigend, beruhigend, leicht schmerzlindernd. Die Beeren sind darmregulierend (als Saft abführend, als getrocknete Beeren eher stopfend), antineuralgisch, schmerzstillend, beruhigend und sind gut fürs Blut.
Die Bandbreite des Holunders ist groß. Die Beeren können zu Saft, Likör, Gelee, Marmelade, Sirup, Suppe oder viele andere Süße Köstlichkeiten verarbeitet werden. Die Blüten kann man trocknen und zu Tee verarbeiten. In frischem Zustand schmecken sie aber auch hervorragend in Pfannkuchenteig ausgebacken oder als Sirup, Gelee, Suppe...lassen sie Ihrer Fantasie freien Lauf!


Schlehdorn /  Prunus spinosa  

Weit verbreitet in Europa bis teils nach Nord-Afrika und West-Asien findet man den Schlehdorn in Parks, Gebüschen und Waldrändern. Der Schlehdorn ist eher ein verzweigter, sparriger Strauch bis kleines Bäumchen. Seine Rinde ist dunkelbraun bis fast schwärzlich. Seine kleinen, länglich-eiförmigen Blätter sind am Rand ganz fein gesägt. Sie sitzen wechselständig an den Zweigen, welche am Ende kleine spitze Dornen tragen. Auch finden sich immer wieder an den Zweigen zwischen den Blättern spitze, dornähnliche Astfortsätze. Im Frühjahr zeigt der Schlehdorn wunderhübsche kleine Blüten mit 5 weißen Zungenblüten. Im Herbst wachsen die blauschwarzen, runden Beeren, die bis zu Kirschgroß werden können. Sie sind großteils von einer feinen, weißlich-matten Schicht überzogen. Früher nutzte man die Schclehen zur Bereitung von Likör, Saft, Mus oder Gelee. Die Früchte sind stark zusammenziehend und schmecken Sauer, doch dienen sie im Körper zur Blutreinigung, gegen rheumatische Beschwerden und in erster Linie zur Steigerung der Abwehrkräfte. Der frische Saft aus den Schlehen, verdünnst, wurde auch zum Gurgeln und Spülen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum genutzt. Wichtig bei der Verarbeitung von Schlehen: Bitte die Früchte nach dem Säubern für ein paar Tage einfrieren (damit ersetzen sie den "Nachtfrost", den die Schlehe braucht, bevor man sie ernten kann). Meine liebste Art der Zubereitung von Schlehen ist das Ansetzen eines Likörs. Man kann sie jedoch auch kurz aufkochen, das Fruchtfleisch durch ein Sieb passieren, damit keine Kerne in das Eingemachte kommen und sie dann als Marmelade oder gemischt mit anderen Beeren oder Äpfeln einkochen. Gibt man sie in den Entsafter, kann man den Saft anschließend mit Zucker aufgekocht in kleine Flaschen abgefüllt als Sirup zum Verfeinern von Desserts oder Süssspeisen verwenden oder als herbe Note in fruchtige Cocktails mischen.

Eberesche / Sorbus aucuparia  

In Fast ganz Europa und teilen von West-Asie ist die Eberesche heimisch. Man findet sie in Parks, Mischwäldern oder angepflanzt in Gärten und an Straßenrändern. Wer kennt nicht den "Vogelbeerbaum"?! Die Eberesche ist ein Baum mit einer glatten, grau-braunen Borke, die von längsgezogenen Korkwarzen wie in querverlaufenden Bändern überzogen ist. Ihre oberseits grünen und unterseits eher hell-weiß-filzigen Blätter sind unpaarig gefiedert und wechselständig angeordnet. Die einzelnen Fiederblägger sind lanzettlich-länglich und nach vorne hin zugespsitzt. Der Blattrand ist gesägt. Im Frühjahr trägt die Eberesche weiße kleine Blüten, die in Doldednrispen angeordnet sind und wie kleine Schneebälle aussehen. Die 5-zähligen weß bis cremefarbenen Einzelblüten verströmen einen eigenen Geruch. Im Herbst trägt der Baum die bekannten roten Beeren, die im Winter als Vitaminreiche Nahrung für die Vögel dienen. Früher wurde aus den Vogelbeeren der für Diabetiker wichtige Zuckeraustauschstoff Sorbit gewonnen.Sorbit wirkt ausserdem antibakteriell und auch gegen Pilze. Schon lange verarbeiteten unsere Vorfahren die Vogelbeeren nach dem ersten Frost zu Mus oder bereiteten Likör daraus. Der hohe Vitamin-C-Gehalt der Beeren schützte sie so vor Erkältungskrenkheiten und dem gefürchteten Skorbut (=Vitamin C Mangelerkrankung). Aber auch bei Gicht und rheumatischen Erkrankungen nutzte man die leicht abführende und Harntreibende Abkochung der Vogelbeeren. Ein aus den Beeren gepresster Saft wurde auch gerne bei Heiserkeit zum Gurgeln und Sülen im Mundraum verwendet. Da die frischen rohen Beeren wzar im Winter Lieblingsnahrung unserer heimischen Vögel sind, so sollte sie der Mensch nicht im rohen Zustand zu sich nehmen, da dies wegen dem Gehalt an Parasorbinsäure zu Reizung der Schleimhäute und somit zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Um die dafür verantwortlichen Inhaltsstofe zu zerstören, müssen die Beeren also unbedingt gekocht werden. Man kann sie prima zu Mus und Gelee verarbeiten. Man kann sie natürlich auch trocknen und als Tee zubereiten, denn auch durch den Trocknungsprozess verlieren die schädlichen Inhaltsstoffe ihre Wirksamkeit.

Beifuß / Artemisia vulgaris  

Der Beifuß wächst auf Schutthalden, an Wegrändern, auf Ödland oder an Flußufern und ist Europaweit verbreitet. Er wird bis zu 2,00 m hoch und trägt an seinen meist rötlichen Stengeln viele kleine Seitenäste. Die Blätter sind von oben dunkelgrün, die Untereite zeigt sich weiß, filzig behaart. Die Fiederteiligen Blätter sind nach oben hin zugespitzt. Die Blüte des Beifuß ist eher unspektakulär. Die kleinen Röhrenblüten sind von gelber oder rötlich-brauner Farbe und sehen aus wie kleine Knötchen. Reibt man den Beifuß zwischen den Fingern, verstömt er seinen aromatischen Duft. Schon bei den alten Germanen galt der Beifuß, damals "Mugwurz" genannt, als mächtige Pflanze. Er wurde z.B. geräuchert, um "böse Geister" zu vertreiben. Man schätzte ihn auch wegen seiner Wärme und Kraft. Hildegard von Bingen bediente sich des Beifuß als Gewürz, um schwer verdauliche Speisen bekömmlich zu machen. Sie wußte aber auch um die positive Wirkung des Beifuß auf die Organe wie Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle, da er die Besaftung anregt. Auch als Wurmmittel wurde er genutzt. Naturvölker benutzten die Pflanze zur Geburtsunterstützung um Blutung auszulösen oder aber auch um Schwangerschaft zu verhindern. Man sollte das Kraut während der Schwangerschaft unbedingt meiden!! Leider ist der Beifuß in unserer heutigen Küche etwas in Vergessenheit geraten. Dabei ist er so nützlich für die Verdauung! Man pflückt sich einige frische blühende Beifußstengel (bitte nicht alle von einer Pflanze und die Pflanze nicht entwurzeln) und bindet diese locker mit einer Küchenschnur zusammen. Überkopf an einen gut belüfteten, warmen aber schattigen Ort getrocknet, steht einem das aromatische Gewürz den ganzen Winter über zur Verfügung. Besonders gut passt Beifuß zum Würzen für Gänse- oder Entenbraten, auch zu fettem Schweinefleisch oder anderen üppigen Speisen hilft der Beifuß, mit dem Fleisch zusammen gebraten, die Fette verdaulicher für unseren Organismus zu machen. Zudem verleiht er den Speisen ein lecker-würziges Aroma. Er kann bei Verdauungsproblemen aber auch zu einer Teemischung gegeben werden.

Brombeere /   Rubus  fruticosus

Weit verbreitet in Parks und an Böschungen, an Waldrändern und auf Lichtungen finden wir die Brombeere. Die verholzten Triebe tragen Stacheln. Zu den Rosengewächsen gehörend sind die Blätter gezähnt und unterseits auch grauweißlich fein behaart. Die Blüten tragen von weiß bis ins rosa reichende Kronblätter. Im Herbst sind aus den Blütenköpfen die bekannten schwarz glänzenden Beeren geworden. Aufgrund ihres hohen Gerbstoffgehaltes wurden die Blätter der Brombeere als Tee bei Durchfällen erfolgreich verabreicht. Als Mundwasser gurgelte man den Brombeerblätterabsud bei Entzündungen im Mund und Rachenraum.
 Die jungen Blätter im Frühjahr gesammelt und getrocknet, können bei Bedarf als Tee zubereitet werden. Die Früchte im Sommer sind natürlich um so interessanter, als Sie einen hohen Anteil an Vitamin A und E haben und gut für Herz und Blut sind. Die Brombeere hat ihre dunkle Farbe wohl aufgrund ihres hohen anteils an antioxidativ wirkenden Pflanzenfarbstoffen, die übrigens unseren Körper vor sogenannten freien radikalen Schützen.

Johanniskraut / Hypericum perforatum  

Ursprünglich in Europa beheimatet, kommt das Johanniskraut inzwischen in den meisten gemäßigten Regionen der Erde wild wachsend, auf Wiesen, an Ufern und Wegrändern vor. Die Stengel des Krautes sind relativ hart und haben 2 durchgehende Längsleisten. Die Blätter sitzen entlang des Stengels und sind länglich eiförmig. Hält man sie gegen das Licht, sehen sie aus, als wären sie mit kleinen Nadelstichen durchlöchert, als wären sie getüpfelt; daher auch der Name Tüpfel-Johanniskraut. Die einseitig, leicht gezähnten, gelben Blütenblätter sitzen auf spitz zulaufenden Kelchblättern. Im mitelalterlichen Europa galt das Johanniskraut als magische Pflanze zur Abwendung von Unheil. Die von den Bäuerinnen im August gebundenen Kräuterbuschen enthielten es, denn Johanniskraut zählte damals zu den Marienkräutern. Anerkannt ist seine Wirkung bei Angst, Depression, Anspannung, Schlafstörungen, Neuralgien, aber auch bei Rheuma, Rückenschmerzen, schmerzenden Gelenken und Muskeln zeigt das Kraut seine Wirkung. Das aus den Blüten und Blättern der Pflanze gewonnene Öl wurde und wird gern bei Massagen und Einreibungen genutzt, zur Gewebsunterstützung bei Wunden und Verbrennungen. Achtung: Johanniskraut hat eine starke Wirkung auf die Haut und macht diese "Photosensibel". Das bedeutet, sie wird sozusagen lichtdurchlässig und es kann sehr leicht zu Hautrötungen oder gar leichtem Sonnenbrand auf der Haut führen, wenn man sich unter Johanniskrauteinwirkung dem Sonnenlicht aussetzt und empfindlich reagiert. Man sollte die kurmäßige Anwendung der Pflanze daher auf die dunkle Jahreszeit beschränken, denn da kann der Körper "mehr Licht" auch gut vertragen, deshalb hellt Johanniskraut im Winter auch Geist und Gemüt auf.
Die zarten Blüten  und Blätter werden im Sommer in Sonnenblumenöl eingelegt und in der Sonne ausgezogen. So enthält man das rote Johanniskrautöl. Blätter und Blüten können sowohl frisch, als auch getrochnet als Tee zubereitet werden. Die gelben Blüten können als essbare Dekoration Salaten zugegeben werden oder helfen beim Rotfärben von Speisen.

Hunds-/Heckenrose /   Rosa canina

Heimisch in Europa und den gemäßigten Klimazonen Asiens und Nordafrikas wächst die Heckenrose auf Ödland, an sonnigen Plätzen, zwischen Gebüschen, im Park oder eigenen Garten, an Wegrändern und ist beliebter Lebensbereich von Vögeln. Die Hunds- oder Heckenrose ist ein bis zu 3 m hoher Strauch mit gebogenen Stacheln, 5-7 zählig gefiederten Blättern, die den Rosenblättern gleichen. Zur Familie der Rosengewächse gehörend, trägt die Heckenrose je nach Pflanze dunkelrosa bis weiße Blüten, die einen wunderbar zarten Rosenduft von sich geben. Die Ernte der scharlachroten Früchte = Hagebutten, erfolgt von August bis Oktober. Die Früchte tragen in sich viele kleine Kerne, was die Verarbeitung etwas mühsam macht! Die Hagebuttenfrüchte sind nährend, appetitanregend, weuhnheilend, abwehrstärkend, erfrischend, entzündungshemmend, gefäßschützend, leicht harntreibend und ausleitend. Schon im Mittelalter galten sowohl die Hagebutten aus auch die Heckenrosenblüten als Allheilmittel, schon wegen des hohen Vvitamin-C-gehaltes. Bei Erkältung und grippalen Infekten sowie bei Abwehrschwäche bereitete man einen Tee aus den getrockneten Fruchtschalen. Gerade die zarten, wohl duftenden Blüten der Heckenrose, hier speziell die frischen Blütenblätter, die man behutsam von der Blüte zupft (damit aus der Knospe noch die Frucht = Hgebutte rreifen kann) eignen sich ausgezeichnet zur Bereitung eines aussergewöhnlich leckeren Gelees. Man kann sie aber auch zu Blütenzucker verarbeiten, der wunderbar zum Süssen für alle frischen Beeren geeignet ist, aber auch für Süssspeisen aller Art verwendung findet. Aus den Hagebutten im Herbst bereitet man "Hiffenmark" = Hagebuttenmus, welches gar köstlich auf's Brot oder über Pfannkuchen schmeckt. Die Samen der Hagebutten wurden früher als "Juckpulver" verwendet, die getrockneten Fruchtschalen zur Bereitung eines herrlich erfrischenden Tees.

Kamille / Matricaria recutita   

Die echte Kamille ist als wildwachsende oder kultivierte Pflanze fast überall in Europa und anderen gemäßigten Regionen verbreitet. Sie wächst gerne auf Getreideäckern oder Brachland. Schon alleine ihr typicher Duft zeigt den Standort der Kamille an. Die aufrechte Pflanze trägt fein gefiederte Blätter, die ein bisschen an Dill erinnern. Sie sind aber kürzer und stehen buschiger beisammen. Das gelbe Blütenköppfchen aus Röhrenblüten wird von weißen Zungenblüten eingerahmt, die nach unten zeigen (das unterscheidet sie z.B. von anderen Kamillearten). Der gewölbte Blütnkopf ist im Gegensatz zu anderen Arten von innen hohl, was auch ein unverkennbares Erkennztungszeichen der echten Kamille ist. Als eine der bekanntesten Heilpflanzen wurde und wird sie volksheilkundlich eingesetzt bei Erkrankungen und Unpässlichkeiten im Magen-Darm-Bereich, bei Entzündungen der Haut und Schleimhäute, Mandelentzündung und Scharlach, rheumatisches Fieber, wundsein von kleinen Kinden. Auch bei Menstruationsbeschwerden leistet sie gute Dienste. Kamille ist sehr vielseitig anwendbar. Man kann aus ihr Salben herstellen, sie getrocknet als Tee aufgebrüht genießen oder aber Tropfen aus ihr zubereiten. Aber auch für Umschläge, Bäder und Inhalationen eignet sie sich hervorragend. Auch zur Beruhigung bei reizbaren Verstimmungen  hilft eine gute Tasse altbewährter Kamillentee!


Weißdorn / Crataegus monogyna

Als Strauch oder Baum präsentiert sich der Weißdorn in Hecken, Gebüschen und lichten Wäldern in allen gemäßigten Regionen der nördlichen Hemisphäre. Die Zweige des Weißdorn sind kahl oder dünn behaart und tragen Sprossdornen. Die blanken, fast glänzend anmutenden grünen Blätter haben eine sehr unverkennbare Form. Sie sind eiförmig, wenig oder bis zu 1/3 der Spreite in 3-5 stumpfliche, bis zum Grund gesägte Lappen geteilt. Die Blattränder sind leicht gezähnt. Die weißen Blüten im Frühjahr verströmen einen ganz eigenen Duft. Die dukkelroten 6-10 mm kleinen Früchte mit einem Steinkern reifen im Herbst. Forscher haben herausgefunden, daß bereits im Neolithikum die Menschen sowohl Beeren als auch Blätter und Blüten zu nutzen wußten. Es war den Menschen damals ein heiliger Baum! Der Weißdorn wurde früher als Schutz um Haus und Hof gepflanzt und bildete wegen seiner Dornen einen wirksamen Schutz gegen wilde Tiere. So war man davon überzeugt, dass böse Geister, Krankheiten und allerlei Verwünschungen in den Dornen hängen bleiben und so Bewohner und Haustiere schützten. Die positive Wirkung auf Herz und Kreislauf wurde eigentlich relativ spät, also erst Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt. Man fand heraus, dass die BLüten, Blätter und Beeren der Pflanze bei geschwächtem Herzen, Altersherz, Hypertonie, Hypotonie, Schlafstörungen und Herzbeklemmungen gute Dienste leisten. Weißdorn wirkt Blutdruck ausgleichend, gefäßerweiternd in der Peripherie, krampflösend auf Magen/Darm, leicht entwässernd, steigert die Auswurfkraft des Herzens und senkt die Herzschlagfrequenz. Sowohl die Blüten, als auch die Blätter und Beeren können getrocknet und als Tee zubereitet werden. 



Echter Steinklee / Mellilotus officinalis

In Europa und Asien verbreitet, wächst der Steinklee auf Unkrautfluten und Schutthalden, oder an Wegrändern. Schon von weitem kann man den Steinklee wegen seines intensiven Geruchs wahrnehmen. Die aufrechte bis strauchgroße, weit verzweigte Pflanze trägt dreizählig, oval-längliche, gezähnte Blättchen. Die Blütenstände sine einseitig mit hängenden, gelben Blüten wie eine Traube bestückt. Den Duft verströmt der Steinklee aufgrund seiner Curaringlykoside, dei nach dem Trocknen den typischen Waldmeistergeruch verströmen. Er beinhaltet aucher auch Flavonoide, Schleim, Gerbstoffe, Harze und ätherisches Öl. Die in der Pflanze enthaltenen Cumarine regen die Lymphtätigkeit an und sind entzündungshemmend. Mann kann sie wowohl bei Hämorhoiden, als auch bei Venenleiden verwenden. Dazu fördern sie die Wundheilung und haben harntreibende Wirkund. Äußerlich eignet sich der Steinklee für Waschungen und Kompressen.  Vornehmlich kann man den Steinklee in getrockneter Form verwenden. Durch den Trocknungspsrozess wrden die Cumarine freigesetzt und das Kraut erhält sein unverwechselbares vanillig- waldmeisterartiges Aroma. Man dann es in Teemischungen verwenden. Klein zermahlen passt das trockene Kraut aber auch sehr gut in Backwerk oder Pfannkuchen, zur Verfeinerung von Süssspeisen oder zum Aromatisieren von Erfrischungsgetränken oder Bowle. Um Überdosierung zu vermeiden - welche sich durch Schwindel, Kopfschmerz und Übelkeit bemerkbar macht - sollte man daher nur geringe Mengen verwenden!


Blutweiderich / Lythrum salicaria

Von Europa bis nach Asien und Nordafrika ist der Blutweiderich weit verbreitet. Er wächst auf nährstoffreichen, feuchten Böden wie Sumpfgelände, in Gräben, an Bachufern und feuchten Wiesen. Die gerade und sehr aufrecht wachsende Pflanze hat einen kantigen Stengel an dem die eiförmig-lanzettlichen Blätter in Quirlen oder gegenständig angeordnet sind. Die Blattunterseite zeigt stark ausgeprägte Blattnerven. Gekrönt wird der Stengel von ährenförmig angeordneten, prächtigen rotviolette Blüten, mit jeweils 6 Blütenblättern. Schon in der Antike nutzten die Menschen den Blutweiderich bei Durchfallerkrankungen wie Typhus und Ruhr. Durch seinen hohen Gerbstoffgehalt war der Blutweiderich das Mittel der Wahl. Die Frauen tranken den Tee bei zu starken Blutungen oder man nutzte ihn äußerlich bei der Wundbehandlung, bei Hämorrhoiden oder bei Exzemen. Auch heute noch kann man die getrockneten Blüten und Kraut als Tee bei o.g. Beschwerden nutzen.


Hänge-Birke /  Betula pendula

Sie wächst in Europa bis in die Tundrasteppen, ist frostbeständig und gilt als Pionierpflanze. Sie zeigt an, wo im Untergrund Wasser zu finden ist. Sie liebt eher saure Böden und ist einer der ältesten nacheiszeitlichen Bäume. Sie läßt aber neben sich nicht viel wachsen, da sie viel Wasser braucht für sich. Die Birke wird bis 30 m hoch und man erkennt sie leicht an ihrer hellgrauen, papierartigen Rinde. Die hellgrünen Blätter, rautenförmig zugespitzt sind scharf gezähnt. Im Frühjahr trägt der Baum seine unverkennbaren Kätzchen. Die Birkenblätter enthalten Flavonoide, Saponine, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Vitamin C, Bittersroffe, Chlorophyll und wertvolle Mineralien wie Kupfer, Kalium, Calzium und Eisen. Die Birke reagiert auf Verunreinigungen des Wassers und kann mit Wasser gut umgehen. Sie greift so in den Wasserhaushalt des Menschen ein. Sie wirkt entwässernd und reguliert die Elektrolytausscheidung im Körper. Sie hilft bei rheumatischen Erkrankungen, ist leicht schweißtreibend und verstärkt harnsaure Ausscheidungen. Schon von alters her benutzte man einen Tee aus den Blättern der Birke zum Entwässern bei Harnwegsinfekten, bei Entzündung von Blase und Nieren. Birkenwasser wurde auch gerne bei Haarausfall und Schuppen benutzt. Im Frühjahr zum Entschlacken wurden die jungen Blätter in Salaten und Suppen beigegeben. Birkentee wurde auch äußerlich bei Erkrankung der Haut angewandt. Die frischen jungen Blättchen im Frühling kann man Salaten beigeben, schmecken aber auch aufs Brot oder im Kräuterquark mit Kartoffeln. Zur Entwässerungskur im Frühjahr als Tee getrunken. 


Großes Schöllkraut/  Chelidonium majus

Heimisch in Europa, Westasien und Nordafrika wächst das Schöllkraut in der Nähe von Siedlungen, auf Ödland, Unkrautfluren, an Feldrainen und an feuchten Stellen in Parks und Mischwäldern. Ausdauernde bis 90 cm hohe Pflanze mit dünnem Stengel, gebuchteten gelbgrünen Blättern und gelben, vierzähligen Blüten in mehrblütigen Blütenständen. Ein eindeutiges Erkennungsmerkmal gibt es beim Schöllkraut: der Pflanzensaft der durch Stengel und Blätter fließt ist leuchtend gelb-orange! Das heißt, wenn man vorsichtig ein Blatt abzupft kann man sehen, wie der leuchtende Pflanzensaft austritt. Den hat nur echtes Schöllkraut! Alt bekannt ist die Wirkung des frischen gelb-orangenen Pflanzensaft auf Warzen. Das gilt auch heute noch. Bei der innerlichen Anwendung derPflanze sollte man jedoch auf Fertigpräparate zurückgreifen, da die giftige Pflanze für den Laien nicht zu dosieren ist! Wer seinen Warzen zuleibe rücken möchte, der suche sich eine Schöllkrautpflanze und betupfe seine Warze mit dem gelben Pflanzensaft. Aber vorsicht, wenn der Pflanzensaft auf Kleidung gerät, ist diese ruiniert, denn diese Flecken gehen nur schwer bis garnicht beim Waschen wieder raus!